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Intelligent Design

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Verteidigung der Wahrscheinlichkeitsrechnung - Teil 1

Widerlegung der Einwände gegen die Anwendbarkeit der Wahrscheinlichkeitsrechnung auf die Evolutionstheorie


Anmerkung 4 - Das Beispiel mit dem Würfel

Würfel

An anderer Stelle führt Herr Neukamm ein anderes Beispiel an, um seinen unberechtigten Angriff auf die Anwendbarkeit der Wahrscheinlichkeitsrechnung im Evolutionsmodell zu veranschaulichen:

M. Neukamm: "Man denke sich einen Spieler, der die Aufgabe bekäme, hundertmal in Folge zu würfeln und die Zahlen der Reihe nach auf ein Blatt Papier zu schreiben. Jetzt läßt sich feststellen, daß die Wahrscheinlichkeit, die realisierte Zahlensequenz zu bekommen (1/6)100, also "fast Null" beträgt. Der Auffassung des Kreationismus entsprechend muß nun der Schluß gezogen werden, daß die Entstehung solcher Zahlenreihen "außerhalb des Bereichs der Wahrscheinlichkeit der sich auf unserer Erde abspielenden Zufallsprozesse" liege. Tatsächlich lassen sich jedoch beliebig viele - wenn auch jedesmal verschiedene, niemals wieder dieselben - gleich unwahrscheinlichen Zahlenfolgen erwürfeln.

Angenommen, Herr Neukamm würde einer Schulklasse die Aufgabe geben, eben jenes Experiment durchzuführen. Alle Schüler schreiben ihre erwürfelte Zahlenfolge auf. Herr Neukamm sammelt alle Zettel ein. Erwartungsgemäß kommt keine Zahlenfolge doppelt vor. Aber auf einem Zettel steht 100-mal eine 3. Wird Herr Neukamm es dem Schüler abkaufen, dass er diese Zahlenreihe wirklich durch Zufall erwürfelt hat? Ich gehe davon aus, dass kein Leser dieses Beitrags das glauben würde. Und warum nicht? Weil es sich um eine geordnete und keine chaotische Zahlenfolge handelt! [M. Neukamm, die restlichen Ausführungen wurden von Herr Neukamm nicht kommentiert]

Selbst wenn der Schüler versichert, diese Zahlenreihe gewürfelt zu haben, wird man ihn entweder für einen Spaßvogel halten, oder seinen Würfel einer Untersuchung unterziehen, ob dieser nicht vielleicht "gezinkt" ist. Warum diese berechtigte Skepsis? Ganz einfach: Aufgrund der extrem geringen Wahrscheinlichkeit:

1 : 6100 = 1 : 6,53 x 1077

100-mal eine 3 zu würfeln, ist so unwahrscheinlich, als wollte man aus allen Atomen des Universums ein ganz bestimmtes auf Anhieb herausgreifen. Warum wendet man in dem einen Fall die Wahrscheinlichkeitsrechnung an, wenn es um weit komplexere Strukturen geht, will man davon aber nichts wissen?

M. Neukamm: Der entscheidende Punkt ist, daß keine Notwendigkeit besteht, eine ganz bestimmte Konfiguration (wie sie beobachtet wird) so und nicht anders zu realisieren. Die Unwahrscheinlichkeit jeder einzelnen Konfiguration wird durch eine immens große Zahl an alternativen Konfigurationsmöglichkeiten aufgewogen."

Zu behaupten, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein ganz bestimmter Roman durch eine zufällige Buchstabenfolge erzeugen lässt, tatsächlich 1 : unendlich ist, dass dies aber durch die "immens große Zahl" an Romanen in der Welt aufgewogen wird, ist mathematischer Unsinn. Kein Roman auf dieser Welt lässt sich per Zufallsgenerator erzeugen! Die Anzahl sinnvoller Romane steht in keinem Verhältnis zu der Anzahl aller nur erdenklichen sinnlosen Buchstabenfolgen.

Könnte es sein, dass der Umstand, dass einige Evolutionstheoretiker im genetischen Code keine augenfällige Struktur erkennen, sie zu der Annahme verleitet, dass dieser Code chaotisch (und damit zufällig) ist? Dies wäre bedauerlich, stellt das DNS-Molekül doch mithin die komplexeste Struktur auf molekularer Ebene dar, die wir überhaupt kennen. Das menschliche Genom besteht aus ungefähr 3 Milliarden genetischen Buchstaben. Dabei würde das menschliche Genom aller 6 Milliarden Menschen zusammengenommen nicht einmal einen Streichholzkopf füllen. Dieses Genom enthält alle nur erdenklichen Informationen zum Aufbau und dem Heranreifen eines individuellen Menschen, sowie über menschliche Fähigkeiten (wie das Sprechen und abstraktes Denken). Das Beispiel mit dem Roman müsste, auf den Menschen angewandt, richtigerweise in "Hunderte sinnvolle Romane gleichzeitig" abgeändert werden.

Hier übrigens Herrn Neukamms verändertes Würfelbeispiel aus meiner Verteidigung der Wahrscheinlichkeitsrechnung - Teil 2.


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Last update: 10.09.2014