K. F. Meis (© 2002-2010)

Intelligent Design

Ein Modell zum Nachweis von Design und Teleologie in der Natur

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Richtigstellung: Die Rolle der Wahrscheinlichkeitsrechnung in der Intelligent-Design-Theorie

Warum wird von Intelligent-Design-Theoretikern immer wieder die Wahrscheinlichkeitsrechnung bemüht, um ihren Standpunkt zu untermauern? Der Grund ist einfach. Anfang der 90er Jahre entdeckte man immer wieder in Getreidefeldern (z.B.: in Großbritannien) geometrische Figuren, die durch Umknicken der Getreidehalme in die Felder sozusagen "gezeichnet" wurden. In den Massenmedien wurde oft genug darüber berichtet. Wo kamen diese Figuren her? Das war die Frage, die viele Personen beschäftigte. Die einen glaubten an Außerirdische, andere hatten einen unbekannten Spaßvogel im Verdacht, der seine Zeitgenossen an der Nase herumführt. Aber nie hörte man, dass der Wind solche geometrischen Figuren in die Felder wehte. In diesem Punkt waren sich alle einig: Diese geometrischen Figuren hatten eine intelligente Ursache. Warum? Weil der Zufall (also ungesteuerte Naturgesetze wie zum Beispiel der Wind) aus Gründen der Wahrscheinlichkeit dafür nicht in Frage kamen, wiewohl der Wind Getreidehalme selbstverständlich umknicken kann, aber eben nicht systematisch und mit einem Ziel. Auf eine intelligente Ursache kann man also immer dann schließen, wenn das ungesteuerte Zusammenspiel der Naturgesetze als Erklärung nicht mehr ausreicht.

Nehmen wir als Beispiel einen Künstler, der ein Gemälde anfertigt. Um seiner Kreativität (und damit seiner Intelligenz, denn ohne Intelligenz keine Kreativität) Ausdruck zu verleihen, muss er seinen Arm und seine Hand bewusst steuern, so dass der Pinselstrich dort erfolgt, wo dies der Künstler wollte. Die Muskelbewegungen folgen natürlich Naturgesetzen. Es ist die bewusste und gezielte Steuerung dieser Naturgesetze, die das gewünschte Ergebnis liefert. Ein Designer muss Naturgesetze nicht umgehen, außer Kraft setzen oder ändern, um ein Design zu verwirklichen, sondern er muss sich ihrer gezielt bedienen. Am Ergebnis kann man nun ablesen, ob diese Naturgesetze von einer Intelligenz gesteuert wurden oder unkontrolliert abliefen.

Wenden wir uns nun den Lebewesen zu: Wo kommen die komplexen Informationen in den Genen her? Da das ungesteuerte Zusammenspiel irgendwelcher Naturgesetze keine hinreichende Erklärung für die Entstehung solch komplexer Informationen ist, muss daraus zwangsläufig eine intelligente Ursache geschlossen werden. Wenn Naturgesetze eine Sache erklären, dann kann diese Sache eine intelligente Ursache haben, muss es aber nicht. Bei Informationen (wie sie in der DNS gespeichert sind) ist das anders: Hier muss eine Intelligenz die Ursache sein, denn Information ergibt sich nicht aus dem unkontrollierten Zusammenspiel von Naturgesetzen.

Wenn es ihre Thesen untermauert, greifen Evolutionstheoretiker gern und häufig auf die Intelligent-Design-Theorie zurück: So genügt ihnen ein Faustkeil (ein systematisch beschlagener Stein mit scharfer Kante) als Beweis für frühe Entwicklungsstufen des (intelligenten) Menschen. Bei weit komplexeren Dingen wie dem Instinkt der Jungenaufzucht, dem Aufbau einer Zelle, der Funktionsweise des zentralen Nervensystems, dem DNS-Code, bemühen sie elementare Naturgesetze. Dabei könnte man mit diesen Naturgesetzen bestenfalls die zufällige Entstehung eines Faustkeils erklären, nicht aber die Kompliziertheit des Lebens.


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Last update: 10.09.2014