K. F. Meis (© 2002-2010)

Intelligent Design

Ein Modell zum Nachweis von Design und Teleologie in der Natur

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Kritikpunkt 5

ID-Theoretiker bringen immer Beispiele aus der Technik. Da schimmert immer Paley mit seinem 'Beweis' durch, dass geschaffene Gegenstände einen Schöpfer haben. Unterscheiden sich Lebewesen, die zur Veränderung und Vermehrung fähig sind, nicht grundlegend von Gegenständen?

Dass geschaffene Gegenstände immer einen Schöpfer haben, ist eine Tautologie und bedarf nicht eines Beweises. Heute sind wir aber nicht mehr auf die Erkenntnisse von 1802 angewiesen. Software (insbesondere Computerviren) verbreiten sich heute oftmals rasant schnell. Software ist wie der genetische Code störanfällig. Kratzer auf der CD-ROM, magnetische Störungen auf einer Diskette oder Festplatte sowie Störungen bei der Datenübermittlung in einem Netzwerk sind Beispiele dafür. Software kann sich also verändern und wird immer wieder kopiert - entspricht somit prinzipiell biologischen Systemen. Eine Höherentwicklung der Software findet so jedoch nicht statt. Fast jede Störung führt zu einer fehlerhaften Software. Tritt die Störung in unkritischen Bereichen auf, so mag das Programm noch lauffähig sein. Eine Verbesserung erfährt es aber so nie! Zumindest ist mir kein einziger Fall solch einer sensationellen Veränderung bekannt.

Ein Spezialisieren einer universellen Software führt zu Funktionsverlust. Die Light-Version einer Software erhält man beispielsweise durch Weglassen von Funktionen aus der Pro-Version. Man entwickelt in aller Regel erst die umfangreichste Version. Von dieser ausgehend können mehrere spezialisierte (abgespeckte) Versionen (z.B.: Home-Edition) auf den Markt gebracht werden. Analog dazu führt bewusste Züchtung biologischer Systeme zum Zwecke der Spezialisierung zur Genpoolverarmung. Eine Komplexitätssteigerung bei Software macht immer einen (intelligenten) Software-Entwickler nötig. Eine Genpoolanreicherung wäre ein kreativer Akt höchster Ingeniosität.

Aus Sicht der Evolutionstheorie muss es irgendwann einmal das erste Lebewesen gegeben haben, das eben nicht das Ergebnis von descent with modification hätte sein können. Es hätte entstehen müssen, wie ein Gegenstand entsteht. Aus Sicht der Intelligent-Design-Theorie hat das erste angenommene Exemplar jedes "Grundtyps" keine Vorstufen. Man erhält dieses erste Exemplar, indem man von heutigen Exemplaren ausgeht und Mikroevolution umkehrt (z.B.: durch Vereinigung der verschiedenen Merkmale und Ausprägungen der Rassen (Evolutionstheoretiker sprechen hier schon oftmals von eigenständigen "Arten") eines Grundtyps). Da dieses hochkomplexe erste Exemplar eines Grundtyps aber nicht aus dem Nichts entsprungen sein konnte, muss es völlig fertig erschaffen worden sein. Dieser Prototyp unterscheidet sich von daher auch nicht von einem geschaffenen Gegenstand.

Wenn wir uns noch etwas bei dem ersten Lebewesen aufhalten, können wir einen weiteren wichtigen Punkt erkennen: Was ist wahrscheinlicher: Die Entstehung eines Hauses oder die Entstehung eines ersten Lebewesens, das sich reproduzieren kann? Man könnte auch so fragen: Was ist wahrscheinlicher: Die Entstehung eines Hauses oder die Entstehung eines Hauses, das sich reproduzieren kann, also eines Hauses, das auch noch lebt? Man erkennt leicht, dass die Reproduktions-Funktionalität so extrem komplex ist, dass sie Größenordnungen von der Komplexität eines normalen Hauses trennen. Die zufällige Entstehung eines nicht reproduktionsfähigen Hauses ist somit weit weit wahrscheinlicher als die zufällige Entstehung eines reproduktionsfähigen ersten Lebewesens. Da aber bereits die zufällige (auf unkontrollierten Naturgesetzen beruhende) Entstehung eines Hauses gänzlich ausgeschlossen ist, wieso sollte da die weit unwahrscheinlichere Entstehung eines ersten reproduktionsfähigen Lebewesens wahrscheinlicher sein?

Dass sich Gegenstände und Lebewesen voneinander unterscheiden, macht den Vergleich zwischen beiden um so anschaulicher. Wenn das Einfache, nämlich nichtreproduzierbare Gegenstände, nicht von selbst entstehen, dann konnte das Komplexe, nämlich das erste reproduktionsfähige Lebewesen, erst recht nicht von selbst entstehen.


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Last update: 10.09.2014