K. F. Meis (© 2002-2010)

Intelligent Design

Ein Modell zum Nachweis von Design und Teleologie in der Natur

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Kritikpunkt 1

Die Intelligent-Design-Theorie ist nicht auf die Ursprungsfrage anwendbar

Zunächst bedarf es einer soliden Begründung, weshalb die Intelligent-Design-Theorie nur auf bestimmte Bereiche beschränkt werden darf und in Bezug auf die Entstehung des Lebens abgelehnt werden sollte. Es obliegt denjenigen, die obige Kritik vorbringen, zu erklären, warum ausschließlich das unkontrollierte Zusammenspiel von Naturgesetzen imstande sein soll, Information in lebenden Organismen zu erzeugen, wenn außer Frage steht, dass Informationen außerhalb von Lebewesen ausschließlich durch Intelligenz erzeugt werden können.

An dieser Stelle sollte festgehalten werden, dass viele derjenigen, die an eine Evolution glauben, nicht unbedingt der Ansicht sein müssen, nur der Mensch besitze Intelligenz (obwohl einige Evolutionstheoretiker diese homozentrische Auffassung vertreten). Es gibt derzeit ca. 4.000.000 Personen, die ihren Computer in einem weltweiten Netzwerk zur Verfügung gestellt haben, um Signale aus dem Weltraum nach Design-Signalen zu durchforsten. Dazu bedient man sich gewisser Algorithmen, die ursächliche Intelligenz in den aufgefangenen Signalen aufspüren sollen. Wiewohl einige ihren Rechner vielleicht zur Verfügung stellen, um zu beweisen, dass es keine nicht-menschliche Intelligenz gibt, wird doch die Mehrheit diese Möglichkeit wenigstens in Betracht ziehen.

Es muss jedoch klar definiert sein, was Design-Signale sind, also Signale, die ausschließlich auf Intelligenz zurückgeführt werden können. Im Falle des SETI-Projekts auf nicht-menschliche Intelligenz.

Wie geschieht dies?

  • Erstens: Durch Intelligenz erzeugte Information muss deutlich von Zufalls-Code oder algorithmisch fassbarer Ordnung abgegrenzt werden. Siehe dazu meine Ausführungen unter Ordnung ist nicht gleich Information. Das Erkennen von Design-Signale muss klar definiert sein.
  • Zweitens: Es gilt, auszuschließen, dass Naturgesetze Intelligenz simulieren können. Dabei darf nicht der Fehler begangen werden, künstliche Intelligenz als Intelligenz misszuverstehen. Künstliche Intelligenz, also Nachahmung menschlicher Intelligenz durch komplexe Software, ist niemals kreativ, sondern kann nur gewissen festen Regeln folgen. Ein Computer hat keine Entscheidungsfreiheit, keine Intuition, keine Erfahrung, keine Moral, und was sonst noch an Intelligenz gebunden ist, bzw. durch sie ermöglicht wird. Es muss also unterschieden werden zwischen Kreativität und Algorithmik.
  • Drittens: Es geht nicht darum, auf die zukünftige Entdeckung bisher unbekannter Naturgesetze zu hoffen, die erfolgreich echte Intelligenz simulieren können, sondern es geht darum, mithilfe bereits bekannter Naturgesetze zu zeigen, dass diese Simulation durch sie verhindert wird. Konkret bedeutet das zum Beispiel, dass man nicht behaupten kann: Wir wissen heute noch nicht, wie sich Makromoleküle von selbst bilden können, denn wir wissen heute bereits, wieso dies nicht geht. Es kann keine unbekannten Naturgesetze geben, die etwas ermöglichen, wenn bereits bekannt ist, dass es Naturgesetze gibt, die das Gleiche verunmöglichen, beispielsweise die Bildung langkettiger Makromoleküle. Es geht also um das Ausschließen von Informationsaufbau ohne Einsatz von Intelligenz.


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Last update: 10.09.2014