K. F. Meis (© 2002-2010)

Intelligent Design

Ein Modell zum Nachweis von Design und Teleologie in der Natur

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Wahrscheinlichkeiten

Werden wir konkret: Bifunktionelle Aminosäuren bilden sich unter Laborbedingungen gegenüber monofunktionellen Molekülen im Verhältnis von ungefähr 1 : 6.

Eine Kette ist dann abgeschlossen, wenn sie zwei monofunktionelle Moleküle besitzt (Eins würde den Anfang der Kette bilden, das andere das Ende). Wir müssen also nur berechnen, wie lange es gemäß der Wahrscheinlichkeitsrechnung für Moleküle unterschiedlicher Länge dauert, bis dies der Fall ist. Wir nehmen ein erstes Molekül. Die Chance, dass es sich um eine Aminosäure handelt, beträgt 1:6, d.h. bei sechs Versuchen gelingt es uns einmal. Wir nehmen ein zweites Molekül. Wieder beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass es sich dabei um eine Aminosäure handelt 1:6. Die Chance, dass wir zwei Aminosäuren aneinanderketten konnten, beträgt somit 1:36. Die Chance, dass wir eine Kette bestehend aus einer Aminosäure und einem Monofunktioniellem Molekül erhalten, beträgt 5:36. Die Chance, dass zwei Monofunktionelle zusammenhängen, beträgt 25:36 (5:6 · 5:6). Nehmen wir noch ein drittes Molekül, so sehen die Wahrscheinlichkeiten so aus (A = Aminosäure, M = Monofunktionelles Molekül):

A-A-A (  1:216)
M-A-A (  5:216)
M-A-M ( 25:216)

Nun kommt noch ein Molekül dazu:

A-A-A-A (  1:1296)
M-A-A-A (  5:1296)
M-A-A-M ( 25:1296)

Nun kommt noch ein Molekül dazu:

A-A-A-A-A (  1:7776)
M-A-A-A-A (  5:7776)
M-A-A-A-M ( 25:7776)

Das bedeutet, dass die Summe aller 5-kettigen Moleküle 31 aus 7776 beträgt. Wir können also prozentual schreiben: 0,399%. Hier nun die Wahrscheinlichkeiten, für weitere Kettenlängen (Jeweils: Kettenlänge - Entstehungswahrscheinlichkeit in Prozent):

  5 - 0,39866255144032921810699588477366%
  6 - 0,066443758573388203017832647462277%
  7 - 0,011073959762231367169638774577046%
  8 - 0,0018456599603718945282731290961744%
  9 - 0,00030760999339531575471218818269573%
 10 - 0,000051268332232552625785364697115955%
 20 - 0,00000000000084788448061528855050077413719622%
 50 - 0,000000000000000000000000000000000003835298535...
        8307279938498724087815%
100 - 0,000000000000000000000000000000000000000000000...
        000000000000000000000000000004745004793208169...
        6584780381672384%

Wir wollen eine Aminosäurenkette von 100 Aminosäuren erhalten, damit wir das per Definition kleinstmögliche Protein haben. Wir gehen davon aus, dass sich, wie in obiger Erklärung angenommen, monofunktionelle und bifunktionelle Moleküle statistisch in gleicher Häufigkeit aneinanderketten und können so sehr einfach die Wahrscheinlichkeit errechnen, dass sich in der im Miller-Experiment simulierten Ursuppe ein Protein bestehend aus 100 Aminosäuren zufällig durch Polykondensation bildet (Zu etwaigen Einwänden gegen diese Annahmen siehe Anmerkung 1). Wie sieht das Ergebnis aus? Damit sich eine einzige Kette aus 100 Aminosäuren bildet, benötigt man 2,11 · 1076 Moleküle. So viele Moleküle kann es aber im ganzen Universum nicht geben, selbst wenn alle Materie im Universum aus Ursuppe bestehen würde, die aus nichts anderen mehr bestehen würde als aus Molekülen. Im Prinzip gilt das auch für jedes andere denkbare Makromolekül, da die Gesetze der Polykondensation auf alle Makromoleküle Anwendung finden.

Selbst wenn sich jede Sekunde so viele Moleküle zusammenketten, wie es Wassermoleküle in den Weltmeeren gibt (das sind rund 4,65 · 1046, siehe Anmerkung 2), müssten über 3 Billion Erdzeitalter vergehen (angesetzt mit 4,5 Mrd Jahren), bis sich auch nur eine solche Sequenz einmal bilden würde, die dann natürlich keine sinnvolle Funktion, sondern eine zufällige (chaotische) Abfolge von Aminosäuren aufweist. Zum Leben benötigt man aber wesentlich mehr als nur irgendein (funktionsloses) Protein in Minimalgröße. Eine solche Aminosäurekette wäre, selbst wenn sie eine Funktion besäße, völlig nutzlos, da Enzyme ohne Lebewesen so überflüssig sind wie ein Lexikon auf CD-ROM im Mittelalter. Solange kein Lebewesen da ist, das ein Enzym zum Leben benötigt, benötigt man auch kein Enzym. Außerdem wäre ein solches Enzym dem Zerfall ausgesetzt.


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Last update: 10.09.2014