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Intelligent Design

Ein Modell zum Nachweis von Design und Teleologie in der Natur

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Kommentar (37)

M. Neukamm: Kommentar (37): Natürlich ist eine Zahlenfolge, bestehend aus lauter Dreien, "hochgeordnet". Das ist trivial. Wenn also die Frage im Raume steht, wie wahrscheinlich die Entstehung komplexer Ordnung ist, muß man aber wieder Selektion berücksichtigen. Der Schüler wird in dem von Ihnen genannten Fall - sofern er nicht geschummelt hat - einfach solange mit jedem Würfel gespielt haben, bis eben eine drei nach der anderen erschienen ist. Das heißt, er hat einfach der Reihe nach alle anderen Zahlen ausselektiert. In dieser Weise müßten Sie auch Evolution besprechen, und dann braucht man eben keine unendlich vielen Versuche, um Ordnung in eine Struktur hineinzubekommen (siehe dazu auch mein Würfelbeispiel in meinem Neuen Text)!

Selektion scheidet aus, da die Funktion ja während des Aufbaus der Struktur noch nicht vorhanden ist. Informatikern ist das Problem bestens bekannt: Solange eine End-Anweisung (in manchen Sprachen eine geschweifte Klammer "}", in anderen eine End Sub-Anweisung) nicht geschrieben wurde, lässt sich ein Programm gar nicht erst starten. Die Funktion muss vollständig sein, damit sie lauffähig ist.

Außerdem hatte Herr Neukamm dieses Beispiel nicht gewählt, um Selektion zu veranschaulichen. Wieso hätte ich also Selektion mit ins Spiel bringen sollen?

M. Neukamm: Um Selektion ging es mir hier aber gar nicht. Die Frage ist abstrakter und lautet: "Darf man (wie Evolutionsgegner es tun) aus der a priori-Unwahrscheinlichkeit eines bereits eingetretenen Einzelereignisses schließen, daß es nicht zufällig entstanden ist?" Daß das nicht machbar ist, verdeutlicht das Beispiel: Gehen Sie davon aus, daß keine Zahlenfolge wahrscheinlicher ist als die andere. Ihre Forderung, 100 x in Folge eine 3 zu würfeln, zeichnet sich daher von allen anderen Möglichkeiten in keiner Weise aus! Das Staunen beginnt doch erst dann, wenn man - im Voraus! - eine bestimmte Zahlenfolge im Kopf hat, und die dann reproduziert bekommt! Der Irrtum liegt also darin, daß Evolutionsgegner behaupten, Evolution müsse irgend etwas, was im Voraus feststand, reproduziert bekommen. Das ist völlig abwegig. Weder steht in der Evolution im Voraus irgend etwas fest, noch muß man ganz bestimmte Entwicklungsschritte produzieren. Wenn Sie die Evolution noch einmal von vorn beginnen lassen würden, wäre das Ergebnis ein völlig anderes. Nach Ihrer Diktion bekommen Sie also eine 100-stellige Zahl und müßten sich jedesmal angesichts des Umstandes, daß alle Sequenzen gleich unwahrscheinlich sind, wundern, daß überhaupt die Würfel gefallen sind!

Im Zusammenhang mit dem Leben hätte Information zufällig erzeugt werden müssen, nicht irgendeine Zufallssequenz. Es gibt viel Information in vielen Büchern. Aber keine Information ist zufällig entstanden. Aus einer erwürfelten Zufallsfolge im Nachhinein eine Information zu erblicken, das ist eben extrem unwahrscheinlich. Dass man am Ende eine Zufallsfolge hat, dass ist bei einem idealen Würfel 100%ig sicher. Die Wahrscheinlichkeit, irgendeine x-beliebige Sequenz zu erwürfeln, ist immer 100%. Aber eine Information (oder auch nur eine Ordnung) zu erwürfeln, ist völlig aussichtslos. Siehe in diesem Zusammenhang auch meine Richtigstellung Ordnung ist nicht gleich Information.


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Last update: 10.09.2014